quo vadis stein am rhein

Burg Hohenklingen… ein marodes Gemäuer?


Instandhaltungsbedarf und Sanierungskonzept vom 12.05.2015 der Stadt Stein am Rhein. - Warum sollen wir denn nicht einem Kredit zustimmen, wenn die Windler – Stiftung die „Sanierung“ der Burg Hohenklingen bezahlt ???  

Manches lässt jedoch aufhorchen: Zitat aus der Orientierungsvorlage des Stadtrates vom 06.06.2015
„Im laufenden Betrieb wurden aufgrund der Besonderheiten in den alten Gemäuern diverse Schäden sowie bauliche und betriebliche Unzulänglichkeiten festgestellt und dokumentiert“  Diese Feststellung ist unzutreffend. Bei der damaligen Renovation war doch alles bekannt, dass es sich um eine Burg handelt.

Sind sogenannte „betriebliche Unzulänglichkeiten“ denn nicht einfach Planungsfehler?
Ist es nicht ein Skandal, dass die vor gerade mal 7 Jahren für Fr. 20‘000‘000.— sanierte Burg schon für Fr. 1‘140‘000.-- Unzulänglichkeiten aufweist. Was ist denn da passiert? Da wird eine „Expertise“ in Basel aufgegeben bei einem renommierten „Spezialisten“, welcher Zahlen aus dem Füllhorn liefert.

Und wieder wird versucht das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Erst soll wieder einmal ein Planer-Honorar vorab vom Einwohnerrat genehmigt werden, in Höhe  von Fr. 160‘000.— , um dem Stadtrat grünes Licht zu geben für eine „Sanierung“, die keine sein darf…

Wir haben uns erlaubt, die Zahlen ein wenig anzuschauen: Zählt man das Honorar für die „Planer“ und „Bauherrenvertreter“ ab, so bleiben für die „Sanierung“ noch Fr. 935‘000.--  Von dieser Summe sind 84% reine Mängel und Fehlplanungen wie z.B. die Lüftung.

Diese angebliche „Instandstellung und Sanierung“ ist der eigentliche Skandal. Waren die Mängel denn nicht bekannt? In welcher Form wurden sie wann und durch wen gerügt? Wie äussern sich die verantwortlichen Planer, Fachplaner und die Bauleitung dazu? Was wurde von Seiten der Verantwortlichen (Stadtrat) hier unternommen und wie steht er in der Verantwortung?

Eines ist klar: Hier wäre eine Untersuchung angebracht, wie es zu diesen Schäden kommen konnte. Zur Tagesordnung übergehen kann man hier nicht! Ein Freibrief darf schon gar nicht mit Stiftungsgeldern erschlichen werden.

Nun soll aus Sicht des Stadtrates einfach von vorne neu geplant werden. Wenn möglich noch mit den gleichen Protagonisten, welche für das bestehende Desaster verantwortlich zeichnen.

Es ist dem Einwohnerrat zu wünschen, dass er diese Politik nicht mehr mitträgt. Hier muss genauer hingeschaut werden.

Wenn eine Jakob und Emma Windler Stiftung für die Bezahlung dieser „Unzulänglichkeiten“ herangezogen wird und diese dann auch noch zusagt, dann möchten wir mehr über diese Strategie erfahren. Es würde auch noch interessieren aufgrund welcher Unterlagen am 08.Januar 2015 die Stiftung auf einen Kostenbeitrag von Fr. 1‘087‘200.— kommt, wenn das Dokument für den Einwohnerrat erst am 12. Mai 2015 fertig erstellt wurde.

Wenn für die Stadt Stein am Rhein zum Schluss gerade mal Fr. 87‘800.— von den gesamten  Fr. 1‘175‘000.-- zu bezahlen sind, dann sind ja wohl alle zufrieden.

Ein trügerischer Schluss…Transparenz muss endlich angesagt sein!

Also nun ein NEIN im Einwohnerrat für solche Praktiken.

14.06.2015

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Die Kostenanalyse zeigt:
ca. 84% der Kosten haben direkt mit Fehlplanungen und den daraus resultierenden Mängeln zu tun!